Insolvenz von DVS: Betrieb läuft laut Geschäftsführer weiter
DVS (Deutscher Versand Service) hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen ist auch die Tochtergesellschaft Xendis GmbH. DVS zählt zu den größeren privaten Wettbewerbern im deutschen Brief- und Geschäftspostmarkt.
Geschäftsführer Michael Mews: Betrieb unverändert
Geschäftsführer Michael Mews betont, dass der operative Geschäftsbetrieb unverändert weiterläuft. Zustellung, Annahme und Bearbeitung von Sendungen sollen regulär erfolgen. Die Eigenverwaltung diene der Sanierung und Stabilisierung des Unternehmens.
Hintergründe zur DVS-Insolvenz
Als Ursachen nennt das Unternehmen steigende Personalkosten, sinkende Briefmengen und die angespannte Wettbewerbssituation im deutschen Postmarkt. Besonders kritisch sieht DVS das Umsatzsteuer-Privileg der Deutschen Post bei bestimmten Universaldienstleistungen. Während die Deutsche Post hier umsatzsteuerbefreit ist, müssen Wettbewerber in vielen Fällen Umsatzsteuer berechnen. Das kann im Massengeschäft zu strukturellen Preisunterschieden führen. Mehr zu den Hintergründen finden Sie im Artikel des Handelsblatt
Was bedeutet das für Geschäftskunden?
Für Versender bedeutet die Insolvenz zunächst keine automatische Unterbrechung der Zustellung. Dennoch sollten Unternehmen ihre Versandstrategie prüfen und Abhängigkeiten bewerten. Sollte ein Wettbewerber langfristig aus dem Markt ausscheiden, könnte sich der Wettbewerb im Briefmarkt weiter konzentrieren.
- Laufende Verträge und Service-Level prüfen
- Alternative Zustellwege vorbereiten
- Risiken durch Mischmodelle reduzieren
- Kosten- und Mengenstruktur regelmäßig neu kalkulieren
Nicht verwechseln: DVS ist nicht SDV
Parallel gab es Meldungen zur SDV-Unternehmensgruppe aus der Druckbranche. Dabei handelt es sich um ein anderes Unternehmen. In älteren Beiträgen aus März 2025 wurde über die Einstellung des Geschäftsbetriebs an den Standorten Dresden und im Raum Bayreuth berichtet.
Fazit
Die Insolvenz von DVS zeigt den anhaltenden Druck im deutschen Briefmarkt. Auch wenn der Betrieb laut Geschäftsführer Michael Mews weiterläuft, sollten Geschäftskunden ihre Versandstrategie aktiv prüfen und Risiken frühzeitig streuen.
